sisu

Sisu ist ein finnischer Kriegs- und Actionfilm von Jalmari Helander, der yên ổn September 2022 beim Toronto International Film Festival seine Premiere feierte und Ende Januar 2023 in die finnischen Kinos kam.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkriegs erarbeitet sich der finnische Soldat Aatami Korpi durch seine ungehorsame Einzelkämpfermentalität und die Tötung von über 300 Russen einen Legendenstatus innerhalb der finnischen Armee. Kriegsmüde zieht er sich yên ổn Jahr 1944 mit Hund und Pferd in die Einöde Lapplands zurück, wo er nach Gold schürft. Korpi stößt auf eine ergiebige Ader und macht sich zu Pferd mit zwei Satteltaschen voll des Edelmetalls auf den Weg in die nächste Stadt. Unterwegs trifft er auf eine Einheit der deutschen Wehrmacht unter Führung von SS-Obersturmführer Bruno Helldorf, dem yên ổn Zuge des Lapplandkrieges der Rückzug nach Norwegen befohlen wurde.

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Helldorf verschont Korpis Leben zunächst in der Annahme, dass nachrückende Soldaten das Leben des Mannes beenden würden. Als diese die Goldnuggets entdecken und den ehemaligen Soldaten erschießen wollen, tötet Korpi die vier Soldaten. Helldorf, der aus der Ferne die Schüsse vernommen hat, kehrt um, findet ein Goldstück an einer der Leichen und nimmt mitsamt seiner Einheit die Verfolgung auf. Korpis Flucht wird schon bald durch ein Minenfeld beendet, das von den Deutschen hinterlassen wurde und das Leben seines Pferdes fordert. Als Helldorf seine Erschießung befiehlt, löst Korpi mit einem Stein weitere Minen aus und taucht yên ổn entstandenen Rauch unter.

Um auch den deutschen Spürhunden zu entkommen, springt Korpi mit dem Gold in einen nahegelegenen Fluss und taucht unter. Von Helldorf entsandte Soldaten kann er unter Wasser ausschalten und ihre ausgestoßene Luft zum Atmen verwenden, ehe er sich ans gegenüberliegende Ufer rettet. Wenig später erreicht er die nächste Stadt, muss allerdings feststellen, dass diese von den Nazis völlig zerstört und in Flammen zurückgelassen wurde. Korpi wird daraufhin von Helldorf mittels seines Hundes geködert, gefangen genommen und an einem Mast aufgehängt. Die Nacht kann er nur überstehen, indem er sein Bein an einer herausstehenden Metallstange aufspießt. Am nächsten Morgen landet ein Flugzeug der Wehrmacht in unmittelbarer Nähe zum Tanken und bringt den Mast dabei zum Einsturz. Korpi tötet die beiden Piloten, versorgt seine Wunden und beschließt, sich sein Gold zurückzuholen.

Mit dem Flugzeug holt Korpi die Einheit von Helldorf ein und bringt zunächst einen Laster mit weiblichen Gefangenen unter seine Kontrolle. Gemeinsam mit den sechs befreiten Frauen erschießt Korpi einen Großteil der deutschen Soldaten, ehe sie Wolf, Helldorfs rechte Hand, gefangen nehmen können. Den in einem Panzer flüchtenden Obersturmführer verfolgt Korpi bis zu einem Flugplatz, von dem aus Helldorf nach Norwegen fliehen möchte. Mit seiner Spitzhacke kann sich Korpi am startenden Flugzeug befestigen und in den Innenraum eindringen, wo es zum Kampf mit Helldorf kommt. Der Obersturmführer scheint zwar körperlich überlegen zu sein, wird von Korpi jedoch an einer Fliegerbombe befestigt und über der Einöde abgeworfen, wodurch er stirbt.

Im abstürzenden Flugzeug bereitet sich Korpi auf eine Bruchlandung vor, die er ohne größere körperliche Schäden überleben kann. Mit dem zurückgewonnenen Gold tritt er daraufhin den Weg in die nächste Stadt an, wo er das Edelmetall einer Bank übergeben und yên ổn Gegenzug Geld ausbezahlt haben möchte.

Produktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmstab und Filmtitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regie führte Jalmari Helander, der auch das Drehbuch schrieb.[2] Sisu ist nach A Christmas Tale von 2010 und Big Game von năm trước sein dritter Langfilm.

Der Filmtitel „Sisu“ stammt aus dem Finnischen. Das praktisch nicht übersetzbare Wort Sisu beschreibt grenzenlosen Mut, aber auch absolute Entschlossenheit angesichts unvorstellbarer Widerstände, wenn alle Hoffnung verloren scheint und man sich dem Schicksal entgegenstemmt.[3][4]

Dem Regisseur Helander zufolge dienten der finnische Scharfschütze Simo Häyhä, der yên ổn Zweiten Weltkrieg gegen die Rote Armee kämpfte, und der Film Rambo als Inspiration.[5]

Besetzung, Synchronisation und Dreharbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Finne Jorma Tommila spielt den ehemaligen Soldaten Aatami Korpi

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Der Norweger Aksel Hennie spielt SS-Obersturmführer Bruno Helldorf und der Finne Jorma Tommila den ehemaligen Soldaten Aatami Korpi. Mit Tommila hatte der Regisseur bereits Big Game gedreht.[6][2] In Nebenrollen sind Onni Tommila, der Sohn von Jorma Tommila und der Neffe des Regisseurs, der ebenfalls in Big Game spielte, als Schütze, der Brite Jack Doolan in der Rolle von Wolf und Mimosa Willamo als Aino zu sehen.[2]

Die deutsche Synchronisation entstand nach der Dialogregie von Olaf Mierau yên ổn Auftrag der Iyuno-SDI Group Germany GmbH, Berlin. Jaron Löwenberg leiht in der deutschen Fassung Obersturmführer Bruno Helldorf seine Stimme und Robert Glatzeder Jack Doolan in der Rolle von Wolf.[7]

Die Dreharbeiten fanden ab Ende Sommer 2021 in Lappland vor Kulisse der herbstlichen Tundra statt. Zu den Drehorten zählten die Gemeinden Utsjoki (mit den Dörfern Utsjoki und Nuorgam) und Inari (mit dem Dorf Inari am Inari-See und dem verlassenen Flughafen von Kaamanen, wo die Actionszenen mit schweren Fahrzeugen wie Panzern entstanden). Weiter Aufnahmen erfolgten am See Pikku Mustajärvi bei Ruovesi.[6] Als Kameramann fungierte Kjell Lagerroos. Die Unterwasserszenen wurden in Lohja, yên ổn Süden Finnlands, gedreht.[6]

Filmmusik und Veröffentlichung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmmusik komponierten Juri Seppä und Tuomas Wäinölä.[8] Mit Seppä hatte der Regisseur ebenfalls bereits für Big Game zusammengearbeitet. Das Soundtrack-Album mit insgesamt 28 Musikstücken wurde Ende April 2023 von Madison Gate Records als Download veröffentlicht.[9]

Die Premiere erfolgte am 9. September 2022 beim Toronto International Film Festival.[10] Im Oktober 2022 wurde der Film beim Sitges Film Festival vorgestellt. Am 27. Januar 2023 kam der Film in die finnischen Kinos.[11] Im April 2023 soll er beim Fantasy Filmfest yên ổn Rahmen der Fantasy Filmfest Nights[12], beim Florida Film Festival.[13] und Ende April, Anfang Mai 2023 beim Filmfestival Crossing Europe gezeigt werden.[14] Am 28. April 2023 kam der Film in ausgewählte US-Kinos.[15] Der Kinostart in Deutschland erfolgte am 11. Mai 2023.[16] Im Juni 2023 wurde Sisu beim Sydney Film Festival[17] und Anfang Juli 2023 beim Internationalen Filmfestival Karlovy Vary gezeigt.[18] Zwischen Juli und September 2023 wird Sisu yên ổn Rahmen des New Zealand International Film Festivals gezeigt.[19]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken und Einspielergebnis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken sind 94 Prozent positiv bei einer durchschnittlichen Bewertung mit 7,7 von 10 möglichen Punkten.[20] Bei Metacritic erhielt der Film einen Metascore von 70 von 100 möglichen Punkten.[21]

Peter Osteried erklärt in seiner Funktion als Filmkorrespondent der Gilde deutscher Filmkunsttheater, Sisu sei ví etwas wie ein Kind der Liebe von Rambo und Inglourious Basterds, und der Film habe einen gewissen Tarantino-Vibe, auch wenn er in seiner Gewaltdarstellung noch kompromissloser ist. Der Held des Films, den sie den Unsterblichen nennen, könnte kaum ikonischer sein, was in Szenen kulminiere, die jedwedem Realismus spotten: „Was dem alten Mann hier widerfährt, reicht yên ổn Grunde, um einer ganzen Schar von Filmhelden den Garaus zu machen. Aber er steht immer wieder auf – fast ví wie ein fleischgewordener Terminator Finnlands“, ví Osteried. Der Film sehe trotz des relativ kleinen Budgets wirklich gut aus, und die Landschaften Lapplands mit ihrer kargen Schönheit würden effektiv eingesetzt. Die Actionszenen seien wiederum dynamisch und mitreißend gestaltet.[4]

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Die weltweiten Einnahmen des Films aus Kinovorführungen belaufen sich auf 12,5 Millionen US-Dollar (Stand Ende Juni 2023).[22]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brussels International Fantastic Film Festival 2023

  • Auszeichnung mit dem Publikumspreis (Jalmari Helander)
  • Lobende Erwähnung yên ổn Internationalen Wettbewerb (Jalmari Helander)[23]

Sitges Film Festival 2022

  • Auszeichnung als Bester Film yên ổn Oficial Fantàstic Competition (Jalmari Helander)
  • Auszeichnung als Bester Schauspieler (Jorma Tommila)
  • Auszeichnung für die Beste Kamera (Kjell Lagerroos)
  • Auszeichnung für die Beste Filmmusik (Juri Seppä und Tuomas Wäinölä)[24]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sisu in der Internet Movie Database (englisch)
  • Sisu yên ổn Programm des Toronto International Film Festivals (englisch)
  • „Sisu“ World Premiere with Director Jalmari Helander, Jack Doolan and Cast bei YouTube (Video)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Sisu. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 241767).
  2. a b c Eeva Kuivas: Toimintaelokuva Sisun kuvaukset alkoivat Lapissa. In: yle.fi, 22. September 2021. (Finnisch)
  3. Júlia Olmo: Review: 'Sisu'. In: cineuropa.org, 25. Oktober 2022.
  4. a b Peter Osteried: Sisu. In: programmkino.de. Abgerufen am 26. April 2023.
  5. Topelus, Taneli (29. Januar 2023): "Jalmari Helander's extremely violent Nazi lynching film caused an extraordinary reaction in Hollywood" (Originalartikel auf Finnisch).
  6. a b c Sisu – Helander returns lớn film Lapland action. In: lapland.fi. Abgerufen am 25. Oktober 2022.
  7. Sisu - Rache ist süß, Deutsche Synchronkartei
  8. Meg Shields: 'Sisu' Offers Glorious Carnage with Lapland Rambo vs. The Nazis. In: filmschoolrejects.com, 13. September 2022.
  9. https://filmmusicreporter.com/2023/04/28/sisu-soundtrack-album-released/
  10. Sisu. In: tiff.net. Abgerufen am 25. Oktober 2022.
  11. Sisu, In: finnkino.fi. Abgerufen am 22. Mai 2023.
  12. Sisu. In: fantasyfilmfest.com. Abgerufen am 29. März 2023.
  13. Sisu. In: floridafilmfestival.com. Abgerufen am 11. April 2023.
  14. Sisu. In: crossingeurope.at. Abgerufen am 26. April 2023.
  15. Sisu, In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 22. Mai 2023.
  16. Starttermine Deutschland. In: insidekino.com. Abgerufen am trăng tròn. März 2023.
  17. Sisu. In: sff.org. Abgerufen am 10. Mai 2023.
  18. Sisu. In: kviff.com. Abgerufen am 17. Juni 2023.
  19. Sisu. In: nziff.co.nz. Abgerufen am 26. Juni 2023.
  20. Sisu. In: Rotten Tomatoes. Abgerufen am 10. Juli 2023.
  21. Sisu. In: Metacritic. Abgerufen am 18. Juni 2023.
  22. Sisu. In: boxofficemojo.com. Abgerufen am 18. Juni 2023.
  23. Aurore Engelen: 'Halfway Home' bags the Silver Méliès at the BIFFF. In: cineuropa.org, 24. April 2023.
  24. Emilio Mayorga: Jalmari Helander’s 'Sisu', Ti West’s 'Pearl' win big at Sitges. In: screendaily.com, 16. Oktober 2022.